Diagnostik und Therapie von Blasentumoren

Der wichtigste Schritt ist die Entfernung des Tumors über die Harnröhre (TUR-B, transurethrale Resektion der Blase), was Diagnose und Therapie zugleich sein kann.

Oberflächliche Harnblasenkarzinome sind bei sachgemäßer Therapie selten lebensbedrohlich.

Leider neigen sie dazu, immer wieder aufzutreten. Dies geschieht bei ca. 70% aller Patienten. Um dieses Risiko zu verringern wird vorbeugend ein Medikament über einen dünnen Katheter direkt in die Blase gegeben. Das geschieht entweder unmittelbar nach der Operation oder – bei Hochrisikotumoren – nach einem bestimmten Schema über mehrere Wochen.

Harnblasenkarzinome, die bereits in die Muskulatur der Harnblase eingewachsen sind, können durch eine alleinige TUR-B nicht geheilt werden. In diesen Fällen ist eine Entfernung der gesamten Harnblase die beste Therapieoption. Die dabei notwendige Harnableitung richtet sich nach dem Tumorstadium und dem Allgemeinzustand der Patienten. Wenn diese Operation nicht möglich ist, sollte zumindest eine Strahlentherapie (meist in
Kombination mit einer Chemotherapie) erfolgen.